"Hilf mir, es selbst zu tun"

Maria Montessori

Die pädagogische Grundlage

Meine Arbeit orientiert sich an der Pädagogik Maria Montessoris und Emmi Piklers – zwei der wichtigsten Erziehungswissenschaftlerinnen im Kleinkindbereich.

Montessori-Pädagogik

Die Montessori-Pädagogik geht davon aus, dass jedes Kind einen inneren Bauplan trägt und sich aus eigenem Antrieb entwickelt – wenn es die richtige Umgebung dafür vorfindet. In der Zwergenstube bedeutet das: Materialien auf Kinderhöhe, Raum für freie Wahl und eine ruhige, strukturierte Atmosphäre, in der Konzentration entstehen kann.

Mich leitet dabei ein einfacher Kerngedanke: das Kind nicht führen, sondern begleiten. Eingreifen nur, wenn es wirklich nötig ist, und dann so, dass das Kind den nächsten Schritt selbst gehen kann.

→ Deutsche Montessori-Gesellschaft

Pikler-Pädagogik

Emmi Pikler, ungarische Kinderärztin und Pädagogin, hat gezeigt, wie wichtig es ist, Babys und Kleinkinder in ihrer freien Bewegungsentwicklung nicht zu stören. Kinder, die nicht in Positionen gesetzt werden, die sie noch nicht selbst einnehmen können, entwickeln ein stabileres Körperbewusstsein und mehr Ausdauer.

In der Zwergenstube wird dieser Ansatz besonders in der Betreuung der Jüngsten gelebt: Wickeln, Anziehen und Füttern als achtsame Begegnungen, bei denen das Kind aktiv beteiligt ist – nicht passiv versorgt wird.

→ Pikler-Gesellschaft Deutschland

Individuelle Förderung

Der wohl bekannteste Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun" soll nicht Mühe und Anstrengung fordern, sondern Spaß machen und zu Konzentration und Ruhe führen. Alle Kinder sind von sich aus neugierig, wissbegierig und lernwillig.

Es liegt an uns Erwachsenen, den natürlichen und persönlichen Bauplan jedes Kindes anzunehmen und dem Kind in seiner Entwicklung liebevoll und geduldig zur Seite zu stehen.

Es gibt Abschnitte im Leben eines jeden Kindes, in denen es besonders offen und empfänglich dafür ist, eine bestimmte Sache leichter zu erlernen. Diese sensiblen Phasen lassen sich nur durch gezielte Beobachtung erkennen!

Ordnung und Struktur

In der Umgebung des Kindes lege ich großen Wert auf Ordnung und den pfleglichen Umgang mit dem Spielzeug. Im Miteinander spielt die persönliche Freiheit jedes einzelnen eine große Rolle, die in der Gruppe festgelegten Regeln und Grenzen müssen dabei aber konsequent eingehalten werden.

Ich unterstütze Ihr Kind dabei, Probleme selbstständig zu meistern und Selbstvertrauen zu entwickeln. Dies alles geschieht in einem liebevollen, respektvollen Umgang miteinander, der durch viel Spaß und Fröhlichkeit geprägt ist.

Rituale und Sicherheit

Wichtig sind mir klare und verständliche Strukturen und Rituale. Sie bieten Ihrem Kind Sicherheit und Halt.

Kinder lernen in jedem Augenblick ihres Lebens. Sie erforschen die Welt, saugen Eindrücke auf und imitieren, sie lernen, wie sie mit anderen kommunizieren können und wie sich Dinge und Materialien anfühlen und verändern können.

Bei all diesem möchte ich Ihr Kind gern unterstützen und gemeinsam mit Ihrem Kind auf Entdeckungsreise gehen und seine Neugier wecken, denn mit jeder neuen Erfahrung, mit jeder erlernten Fähigkeit, wachsen Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.

Mir ist dabei eine fröhliche, entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre wichtig, in der die Kinder sich liebevoll angenommen, geborgen und ernst genommen fühlen.

Eingewöhnung – behutsam und individuell

Der Start in der Zwergenstube ist für jedes Kind und jede Familie anders. Manche Kinder fühlen sich nach wenigen Tagen wohl, andere brauchen mehrere Wochen. Beides ist normal – und beides hat seinen Platz.

Die Eingewöhnung in der Zwergenstube orientiert sich am Berliner Eingewöhnungsmodell: Zunächst kommt ein Elternteil täglich mit dem Kind für eine begrenzte Zeit, ohne es allein zu lassen. Schritt für Schritt werden erste kurze Trennungsphasen eingeführt – immer im Tempo des Kindes, nie gegen seinen Willen.

Eine gelungene Eingewöhnung ist die wichtigste Investition in eine stabile Betreuungsbeziehung. Ich nehme mir dafür die Zeit, die Ihr Kind braucht – nicht die Zeit, die der Kalender vorgibt.

Was Eltern in dieser Phase erwartet

Während der Eingewöhnung sind Sie als Elternteil täglich für ein bis zwei Stunden dabei, zunächst passiv im Hintergrund. Sie sind die sichere Basis, von der aus Ihr Kind die neue Umgebung erkundet. Auf dieser Grundlage entsteht nach und nach Vertrauen – zu mir, zu den anderen Kindern, zu den Räumen.

Ich halte Sie während der gesamten Eingewöhnungsphase engmaschig auf dem Laufenden und bespreche mit Ihnen, wann der nächste Schritt sinnvoll ist.

Weiterführende Informationen zum Berliner Eingewöhnungsmodell: Staatsinstitut für Frühpädagogik Bayern (IFP)

Viel Zeit an der frischen Luft

Die Zeit draußen kommt in der Zwergenstube nicht zu kurz. Bei Wind und Wetter entdecken die Kinder die Spielplätze und Wälder Freisings. An heißen Sommertagen gehen wir gerne zum „Kneippen" (Wassertreten) in den Rosengarten.

Freising bietet wunderbare Möglichkeiten: vom Domberg über die historische Altstadt bis hin zu den vielen schönen Spielplätzen und Grünflächen.

Spielplatz Spaziergang zum Domberg An der Isar Ausflug zum Bauernhof

Erziehungspartnerschaft

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir ist ein wichtiges Fundament der Tagespflege. Gemeinsam tragen wir Verantwortung dafür, dass sich Ihr Kind wohlfühlt.

Ich halte die Eltern täglich über den Tagesablauf, Besonderheiten und die Entwicklung ihres Kindes auf dem Laufenden. Offenheit, Vertrauen und eine wertschätzende Kommunikation sind mir dabei besonders wichtig.

Geburtstage und kleine Feste feiern wir gemeinsam. Auch an Elternsprechtagen und Entwicklungsgesprächen nehme ich regelmäßig teil, um stets den besten Förderweg für Ihr Kind zu finden.

Interesse an einem Platz?

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Kind kennenzulernen!

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